Die Monate des islamischen Jahres

Das islamische Jahr hat zwölf Monate, basierend auf dem Mondzyklus.

ALLAH subhanahu wa ta3ala sagt im Quran:

إِنَّ عِدَّةَ الشُّهُورِ عِندَ اللّهِ اثْنَا عَشَرَ شَهْراً فِي كِتَابِ اللّهِ يَوْمَ خَلَقَ السَّمَاوَات وَالأَرْضَ

‚Gewiss, die Anzahl der Monate bei ALLAH ist zwölf Monate in einem Jahr, im Buch ALLAHS festgelegt am Tag, da Er die Himmel und die Erde schuf.‘ (Surat at-Tauba 9/36)

هُوَ الَّذِي جَعَلَ الشَّمْسَ ضِيَاء وَالْقَمَرَ نُوراً وَقَدَّرَهُ مَنَازِلَ لِتَعْلَمُواْ عَدَدَ السِّنِينَ وَالْحِسَابَ مَا خَلَقَ اللّهُ ذَلِكَ إِلاَّ بِالْحَقِّ يُفَصِّلُ الآيَاتِ لِقَوْمٍ يَعْلَمُونَ

‚Er ist es, Der die Sonne zur Helligkeit und den Mond zu einem Licht machte und ihm Stationen zuwies, damit ihr die Anzahl der Jahre und die Berechnung der Zeit beherrschen könnt. ALLAH hat dies nicht anders als in gerechter und sinnvoller Übereinstimmung erschaffen. Er legt die Zeichen für die Leute dar, die Wissen besitzen.‘ (Surat Yunus 10/5)

In der letzten Khutba vor seinem Tod sagte der Gesandte ALLAHS salla lahu alaihi wa salam unter anderem: ‚Bei ALLAH (swt) ist die Anzahl der Monate zwölf; vier davon sind heilig; drei davon sind aufeinaderfolgend und einer liegt zwischen dem Dschumada und dem Schaban.‘

Die islamischen Monate beginnen bei Sonnenuntergang, an dem Tag wenn der aufgehende Mond sichtbar ist. Das Mondjahr hat 354 Tage, deshalb rotieren die Monate rückwärts durch die Jahreszeiten und sind nicht beständig in den Jahreszeiten wie beim gregorianischen Kalender.

Die Monate des islamischen Jahres sind

1. Muharram

2. Safar

3. Rabi3ul Awwal

4. Rabi3ul Akhir

5. Dschumadal Awwal

6. Dschumadal Akhir

7. Radschab

8. Scha3ban

9. Ramadan

10. Schawwal

11. Dhul Qi3da

12. Dhul Hidscha

Der Ursprung der Namen der Monate des islamischen Kalenders:

1. Muharram (‚Verbotener‘ – Er ist einer der vier verbotenen Monate, während derer Kampf und Krieg verboten sind)

2. Safar (‚Leer‘ oder ‚Gelb‘ – Der Monat wurde so genannt, weil die Araber in diesem Monat für gewöhnlich ihre Häuser verließen und gegen ihre Feinde kämpften. Es wird auch gesagt, dass sie ihr Haus verließen um der Sommerhitze zu entkommen. – Dies bezieht sich dann auf das erste Mal, als den Monaten Namen gegeben wurden.)

3. Rabi3ul Awwal (‚Erster Frühling‘ – es wird gesagt, dass dieser Monat so benannt wurde, weil dieser Monat sich mit der Frühlingszeit überschneidet.)

4. Rabi3ul Akhir (‚Zweiter Frühling‘ bzw. ‚Letzter Frühling‘ – es wird gesagt, dass dieser Monat so benannt wurde, weil dieser Monat sich mit der Winterzeit überschneidet.)

5. Dschumadal Awwal (‚Erster Frost‘ – Die Araber nannten diesen Monat so, als sie den Monaten das erste Mal Namen gaben, weil zu dieser Zeit das Wasser einfror.)

6. Dschumadal Akhir (Zweiter Frost‘ bzw. ‚Letzter Frost‘ – Wurde so genannt, weil in diesem Monat der letzte Frost vorkommt; er ist der letzte Wintermonat.)

7. Radschab (‚Respektieren‘ – Dies ist ein anderer verbotener Monat in welchem das Kämpfen verboten ist.)

8. Scha3ban (‚Sich verteilen und verbreiten‘)

9. Ramadan (‚Fastenmonat‘ – Ramadan ist der Fastenmonat.)

10. Schawwal (‚Leicht und kräftig sein‘ – Das Wort Schawwal ist von dem arabischen Wort taschawwala abgeleitet, welches die Seltenheit in der Kamelstutenmilch anzeigt)

11. Dhul Qida (‚Monat der Ruhe‘ – Auch in diesem Monat ist jeglicher Kampf und Krieg verboten.)

12. Dhul Hidscha (‚Der Monat der Hadsch‘ – Dies ist der Monat der jährlichen Pilgerfahrt (Hadsch) nach Mekka, in diesem Monat ist das Kämpfen ebenfalls verboten.)

Die Wichtigkeit des islamischen Kalenders

Es ist zu beobachten, dass jedes Jahr eine große Anzahl von Leuten, die von sich behaupten Muslime zu sein, im Osten wie im Westen den Beginn des christlichen Neujahrs willkommen heißen und feiern.

Viele dieser Leute, die sich selber für Muslime halten, erinnern die Geschichte sogar in Übereinstimmung mit dem christlichen (nicht-Islamischen) Kalender; doch wenn das neue Jahr des islamischen Kalenders eintritt, erinnern sie nichts von der glorreichen Geschichte des Islam.

ALLAH subhanahu wa ta3ala sagt:

إِنَّ عِدَّةَ الشُّهُورِ عِندَ اللّهِ اثْنَا عَشَرَ شَهْراً فِي كِتَابِ اللّهِ يَوْمَ خَلَقَ السَّمَاوَات وَالأَرْضَ

‚Gewiss, die Anzahl der Monate bei ALLAH ist zwölf Monate in einem Jahr, im Buch ALLAHS festgelegt am Tag, da Er die Himmel und die Erde schuf.‘ (Surat at-Tauba 9/36)

Diese Ayah spricht über die Monate des Islamischen Kalenders, von denen vier geschützt sind. Der Gesandte ALLAHS salla lahu alaihi wa salam hat im Bezug auf die islamischen Monate gesagt:
‚Drei in Folge; Dhul Qi3da, Dhul Hidscha und Muharram und (der vierte ist) Radschab, welcher zwischen Dschumada (ath-thani) und Scha3ban liegt.‘ (Muslim 1679)

Es ist von fundamentaler Wichtigkeit den islamischen Kalender in Erinnerung zu behalten und ihn zu leben, da viele unserer Ibada darauf basieren, und nicht auf dem Kalender der Kuffar. Zum Beispiel sind die Muslime verpflichtet im Monat Ramadan zu fasten, nicht im Januar oder März. Wir sind ebenso verpflichtet den Hadsch einmal in unserer Lebenszeit zu verrichten. Diese Pilgerfahrt kann nur in Dhul Hidscha vollzogen werden; wenn er in irgendeinem anderen Monat vollzogen werden würde, würde er nie von ALLAH subhanahu wa ta3ala akzeptiert werden.

Darüber hinaus sind Sünden in den Geschützten Monaten schwerwiegender. Ali ibn Abi Talha radhiya lahu 3anhu überlieferte, dass Ibn Abbas radhiya lahu 3anhu sagte: ‚ALLAH wählte vier dieser Monate und machte sie geschützt, ihre Heiligkeit hervorhebend, das Sündigen in ihnen schwerwiegender machend, zusätzlich zur Vervielfachung der Belohnung für gute Taten in ihnen.‘ (At Tabari 14/238)

Qatada radhiya lahu 3anhu sagte: ‚Ungerechtigkeit während der Geschützten Monate ist schlimmer und ernster als Ungerechtigkeit in anderen Monaten. Wahrlich Ungerechtigkeit ist immer falsch, aber ALLAH macht Dinge ernster als andere, wie Er will.‘

Der Islamische Kalender oder Neujahr beginnt im Muharram und beginnt bei der Hidschra des Gesandten ALLAHS salla lahu alaihi wa salam) –  dem Tag, an dem die Oberherrschaft und Souveränität für niemanden außer ALLAH subhanahu wa ta3ala, dem Allmächtigen erklärt wurde. Ursprünglich bestand kein bestimmter Kalender, auf den sich die Leute bezogen; doch sechszehn oder siebzehn Jahre nach der Hidschra, beschloss Umar bin al Khattab (ra) bestimmte Ereignisse in Übereinstimmung mit dem Islamischen Kalender festzuhalten. Einige schlugen vor, dass der Kalender mit der Geburt des Gesandten ALLAHS salla lahu alaihi wa salam assoziiert wird; andere dachten, man sollte den Kalender der Juden und Christen benutzen. Schließlich wurden beide Ideen zurückgewiesen, da die Sahaba und rechtschaffenen Gläubigen den Kuffar nicht folgen und sie nicht imitieren wollten. Daher beschloss Umar bin al Khattab (ra), dass der Islamische Kalender sich auf den Tag beziehen sollte, an dem der Gesandte ALLAHS salla lahu alaihi wa salam Hidschra machte, da dies der Tag war, an dem der Haqq (die Wahrheit) die Oberhand gewann.

Ergebnis dessen war, dass die Jahre in Hidschra Jahren gezählt wurden. Die Gläubigen begannen dann zu diskutieren, mit welchem Monat der Islamische Kalender beginnen sollte. Umar (ra) und Ali (ra) glaubten, er sollte vom Muharram beginnen, da dieser einer der geheiligten Monate ist; dies war auch der Monat, nach dem die Gläubigen ihre Pflichten des Hadsch vollzogen, und dem Gesandten ALLAHS salla lahu alaihi wa salam die Ba3ya (der Treueschwur) geleistet wurde – und dies war die Einleitung zur Hidschra.

Die Islamischen Monate unterschieden sich von den Monaten der Kuffar; sie sind Mondmonate, keine Sonnenmonate. Daher beginnt ein neuer Tag am Sonnenaufgang und ein neuer Monat, wenn der neue Mond gesichtet wurde. Dies ist was die Salaf zu befolgen pflegten und mit dem ALLAH subhanahu wa ta3ala uns gesegnet hat, indem Er die Islamische Monate mit unseren rituellen Handlungen verband.

Darüber hinaus machte ALLAH subhanahu wa ta3ala diese Monate zu Zeichen für die Menschheit:

يَسْأَلُونَكَ عَنِ الأهِلَّةِ قُلْ هِيَ مَوَاقِيتُ لِلنَّاسِ وَالْحَجِّ

Sie fragen dich nach den Neumonden. Sprich: >Sie sind festgesetzte Zeiten für die Menschen und den Hadsch.< (Surat al-Baqara 2/189)

Die Kalender der Kuffar sind vollkommen nutzlos und irrational für Muslime und haben keinerlei Verbindung mit dem Mondsystem; deswegen sind einiger ihrer Tage 29, einige 30 und einige 31. Da es keine vernünftige oder logische Erklärung dafür gibt, haben die Kuffar – zahlreiche Male – darüber diskutiert diese Monate zu ändern. Doch die Kuffar, Christen und Juden, weisen diesen Vorschlag zurück, aus Angst, dass ihr Kalender verändert werden würde.

Muslime müssen ihren eigenen Staat besitzen, um die Souveränität für niemanden außer ALLAH subhanahu wa ta3ala zu erklären und sich von den unterlegenen Nationen zu unterscheiden. Die Islamische Umma ist eine einzige Umma, einzig in Sachen Überzeugung, in der Lebensweise, Identität und Denkweise. Es ist eine Umma, die übertrifft und nicht übertroffen werden kann. Es gibt nicht so etwas wie Muttertag, Vatertag (wir erinnern uns an unsere Eltern und erfüllen ihnen gegenüber unsere Pflichten nicht nur einmal im Jahr), Weihnachten, Ostern, Valentinstag etc. Wir dürfen nicht blind anderen Leuten folgen, wir müssen eine führende Nation sein, nicht eine Nation, die geführt wird.

Wenn wir beginnen unsere Aktivitäten in Übereinstimmung mit dem Islamischen Kalender festzuhalten, wie die rechtschaffenen Vorfahren es taten, wird dies uns an die wichtigen Ereignisse erinnern, die in der Lebenszeit des Gesandten Muhammad salla lahu alaihi wa salam und der Sahaba (ra) stattfanden. Wir werden beginnen uns an die wahren Gründe für die Hidschra (Auswanderung) des Gesandten ALLAHS salla lahu alaihi wa salam von Mekka nach Medina zu erinnern und an die signifikanten Schlachten zu ihren Lebzeiten und an die Lehren, die man von ihnen ziehen kann.

Es ist Zeit für uns sich an unsere Geschichte zu erinnern und daraus Lehren zu ziehen. Viele Leute, die sich selber als Muslime bezeichnen wissen über die historischen Daten und Ereignisse der Kuffar bescheid; doch, wie viele wissen, an welchem Datum die Schlacht von Badr stattfand, der Miradsch des Gesandten ALLAHS salla lahu alaihi wa salam, die Eroberung von Mekka, die Schlachten von Uhud und Ahzab? Heutzutage wird die Geschichte der Kuffar studiert, aber nicht die Geschichte der großartigsten Menschen, die im Angesicht dieser Erde wandelten; Menschen, die ALLAH subhanahu wa ta3ala in Seinem wunderhaften Buch gepriesen hat.

 

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