Wie groß ist eure Furcht vor Allah?

Wenn wir sagen, dass wir Allah fürchten, so sollten wir uns mal ein paar richtige Beispiele ansehen und dann über uns selbst urteilen.

Wie sehr haben die Sahaba (ra) Allah gefürchtet! Es tut weh von ihnen zu lesen und im Vergleich dazu sich selbst  zu sehen, wie groß ihre Furcht war, wie gottesfürchtig sie waren, nicht nur in der 3Ibadah, sondern mit ihrem ganzen Herzen.

Ich möchte es nicht verallgemeinern – aber mal ehrlich: Wie sehr fürchten wir Allah?

  • Weinen wir aus Furcht vor Ihm?
  • Sind wir uns (wirklich!!) bewusst, dass wir uns nicht sicher sein können, ob wir überhaupt ins Paradies kommen werden, geschweige denn unberührt von der Hölle bleiben?!

Wie beweisen wir das?!

  • Wer hat schon einmal das Tahajjud-Gebet verrichtet und das letzte Drittel der Nacht durchgebetet? Ganz zu schweigen davon, dass man dies regelmäßig tut.
  • Wer nimmt sich mahnende Beispiele wirklich als Ermahnung und als Warnung und ändert seinen Lebensstil sofort auf der Stelle?!

Das gegenseitige Ermahnen und Anhalten zur Gottesfurcht ist sehr wichtig, kommt aber leider fast immer zu kurz. Wie wenig wissen, lernen und praktizieren wir wirklich vom Islam und als Vergleich dazu die Sahaba?!

Um ein kleines Bild von ihnen zu geben, hier einige Aussagen:

Qasim ibn Bazzah (ra) sagte, dass jemand, der Ibn Umar (ra) Surat al-Mutaffiffin rezitieren hörte, ihn informierte, dass Ibn Umar, als er Vers 6 erreichte, „…am Tag, da die Menschen sich um des Herrn der Weltenbewohner willen aufstellen werden“er so sehr weinte, daß er nicht mehr weiter rezitieren konnte. (Sifatu  ssafwah 1/492)

Nafi3 (ra) sagte, wann immer Ibn Umar (ra) den Vers, „Ist es denn nicht Zeit für diejenigen, die glauben, dass ihre Herzen demütig werden vor Allaha Ermahnung…“ (Al-Hadid 57:16) rezitierte, er so viel zu weinen pflegte, dass ihn sein Weinen überwältigte.“ (Sifatu ssafwah 1/492)

Asad ibn Wada3ah (ra) sagte, dass Shaddad ibn Aus (ra) sich in seinem Bett zu drehen und zu wenden pflegte, ohne Schlaf. Er sagte: „Oh Allah! Das Feuer hat mich daran gehindert zu schlafen“ und blieb dann in Gebeten bis zum Fajr. (Sifatu ssafwah 1/709) Asad (ra) erwähnte auch, dass Shaddad (ra) wie Samen in einer Bratpfanne zu sein pflegte…

Imam Ahmad (ra) überliefert von Abu Hayyan Taymi (ra), dass er 30 Jahren lang oder mehr hörte, dass Ibn Mas3ud (ra) bei denen vorbeizugehen pflegte, die in die Blasebälge der Schmiede blasen und deshalb in Ohnmacht fiel.

Sa3d ibn al-Ahzam (ra) sagte, dass er mit Ibn Mas3ud (radiyallahu 3anhu) war, als er bei den Eisenschmieden vorbeiging, die über Eisen aus dem Brennofen sprachen. Ibn Mas3ud (ra) starrte sie an und weinte. (Takhweef)

Umar (ra) hörte eine Person im Tahhajjud den Vers in Surat at-Tur rezitieren:

„Die Strafe deines Herrn wird gewiss hereinbrechen.
Es gibt niemanden, der sie abwehren könnte.“ (At-Tur 52:7/8)

Umar sagte: „Allah hat ein wahres Versprechen gegeben“ und kehrte heim und wurde für einen Monat lang krank. Die Leute besuchten ihn, aber wussten nicht, was seine Krankheit war. (Takhweef 29)

Subhanallah! Ma scha‘ Allah! Welch Vorbild sie sind. Nehmen wir uns ihre Beispiele zu Herzen und denken nach, denn:

Amir ibn Qais (radiyallahu 3anhu) sagte: „Die Leute, die die Glücklichsten im Jenseits sein werden sind diejenigen, die in dieser Welt am meisten (mit dem Jenseits) beschäftigt sind.

Die Leute, die am meisten lachen werden sind diejenigen, die am meisten in dieser Welt (aus Furcht) geweint haben.

Die aufrichtigsten Leute, soweit es den Iman betrifft, werden die sein, die in dieser Welt am Nachdenklichsten sind.“ (Tanbihul Ghafilin)

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